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Klingeln bei Josy
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Klingeln bei Josy

Autor

Petra Kuhn

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7.99 EUR (Stand: 19.04.2020)

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3.99 EUR (Stand: 25.04.2020)

Kurzbeschreibung

„Klingeln bei Josy“ beruht auf einer wahren Begebenheit.

Tina, Mutter von zwei kleinen Kindern, trifft in ihrer Not eine bedeutende Entscheidung: Sie wird Prostituierte. Emotional, ehrlich und ungeschminkt erzählt sie, wie sie zur Hure wurde und schließlich Besitzerin eines Bordells. Aber dem rasanten Abstieg kann sie nicht entgehen.
Auszüge aus dem Buch:
„Ich kann das auch nicht“, dachte ich.
Aber meine neunundzwanzig Mark waren um neun Mark geschrumpft, denn umsonst hatte uns das Taxi nicht gefahren.
Panik machte sich in mir breit. Ich fühlte mich im Stich gelassen und war nun auch noch wütend auf Claudia. Diese Wut gab mir aber Kraft. Im Stillen dachte ich: „Du bist dir dein einziger Freund. Du wirst dir nicht die Blöße geben und das Weite suchen. Du musst es wenigstens versuchen! Also, Augen zu und durch!“
Aber mein Herz hatte so ziemlich den Tiefstand erreicht und die Wahrheit war, ich war gar nicht mehr sicher, ob ich das konnte.
Nein, ich war mir sicher, dass ich es nicht konnte.
Verstohlen schaute ich mir die übrig gebliebenen Mädchen an. So schön und hübsch zurechtgemacht, saßen sie gelangweilt in ihren strassbesetzten Kleidern.
Ich, in meinem alten Leinen-Mini, mit kalkweißen Beinen und abgetragener Bluse, konnte mich mit ihnen nicht messen. Ehe ich mich in meinen Gedanken weiter vertiefen konnte, klingelte es erneut an der Tür. Der Gorilla schoss wieder vor. Wo versteckte er sich nur die ganze Zeit?
Ein älterer Herr betrat den Raum und eines der Mädels stand sofort auf und begrüßte ihn herzlichst.
„Hallo Paul! Dich habe ich ja schon lange nicht mehr gesehen! Wie schön, dass du heute da bist.“
Er wirkte etwas verschüchtert, begrüßte das Mädchen trotzdem mit einem Kuss auf die Wange.
Keine drei Minuten später war sie mit ihm verschwunden. Von diesem Moment an ging es Schlag auf Schlag.
Klingel, Gorilla, eine weniger.
Es dauerte nicht lange, da saß ich allein auf der Couch.
Ich konnte kaum atmen. Was, wenn es wieder klingelte. Was, wenn es nicht klingelte. Ich brauchte Geld. Aber konnte ich so selbstsicher wie diese Mädchen in eines der Zimmer stöckeln? Ich spürte, wie die Panik wieder in mir hochstieg. Das Herz wurde immer schneller und der Magen drehte sich um.
Und dann klingelte es.