Darf man in Corona-Zeiten auf Park-Bänken Bücher lesen?

Das Coronavirus breitet sich immer weiter aus und gerade das Bundesland Bayern ist schwer von der Krise betroffen. Pflegekräfte, Ärzte und auch die Polizei leisten einen Kraftakt, um diese Krise bestmöglich zu bewältigen, doch jetzt löste ein Tweet der Münchener Polizei Unmut bei vielen Lesern aus.

Auf eine Frage, ob das Lesen auf einer Parkbank erlaubt sei, antwortete der Twitter-Account der Münchener Polizei: „Nein, ein Buch auf einer Bank lesen ist nicht erlaubt.“ Rums, diese antwortet sitzt gewaltig und Münchener Vielleser reagierten dementsprechend sehr verärgert über diese Antwort.

Die Diskussion wurde von einer Frau aus Oberbayern angestoßen, welches einen autistischen Sohn hat, welcher Vorerkrankungen hat. Gegenüber dem SPIEGEL schilderte die 38-ährige Frau die Diskussion, wollte aber dennoch anonym bleiben.

Gerade bei der derzeitigen Wetterlage ist es natürlich für viele Menschen verführerisch einfach mal mit einem spannenden Buch in den Park zu gehen und zu Lesen, dies fällt aber zunächst einmal aus, zumindest in München. Bundesweit gibt es noch keine einheitlichen Richtlinien was dieses Thema betrifft.

Update: Inzwischen hat Ministerpräsident Markus Söder (53, CSU) klargestellt, dass es sehr wohl erlaubt sei: „Natürlich kann man auf einer Bank ein Buch lesen. Das ist kein Problem". Wichtig sei nur, dass genügend Abstand zu anderen Personen gehalten wird. Söder habe diesbezüglich nochmals ein Gespräch mit dem Innenministerium geführt.