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Erotik

Für viele Menschen gilt Erotik als Tabuthema, andere leben es schamlos aus. Doch je mehr das Zeitalter voran schreitet, desto offener wird über das vermeintlich hinter Türen gesperrte Thema gesprochen. Das bekannteste Medium in der Erotik-Branche sind Filme, doch auch in der Bücherwelt ist das Thema Erotik längst angekommen. Spätestens seit der erotischen Roman-Trilogie „Fifty Shades of Grey“ von der britischen Autorin Erika Leonard James ist Erotik aus den Buchgeschäften nicht mehr wegzudenken. Alleine in Deutschland wurden die Bücher über 5,7 Millionen, weltweit sogar mehr als 100 Millionen mal verkauft und haben einen regelrechten Hype ausgelöst. Schließlich wurden die Bücher sogar verfilmt. Durch diese Trilogie hat sich das Verhalten im Schlafzimmer vieler Menschen verändert, Sadomaso-Praktiken wurden bei vielen ein fester Bestandteil und plötzlich wurde offener über dieses Thema gesprochen.
Doch was macht Erotikromane so reizvoll? Ist es das „Verbotene“ und „Schmutzige“, was die Leserinnen und Leser so sehr lockt? Die Menschen haben geheime Sehnsüchte und Begehren, was sie meistens nicht öffentlich zugeben würden. Diese Sehnsüchte werden in Erotikromanen verbildlicht und die eigene Fantasie wird angeregt. So haben Erwachsene die Möglichkeit, ihre Fantasien auszuleben, was sie in ihrem realen Alltag vielleicht nicht können oder sich nicht trauen. Erotikromane sind allerdings keine Pornos, bei denen Sexszenen stumpf aneinandergereiht werden. Der Roman erzählt eine Geschichte, nichts passiert ohne Grund. Das Handeln der Charaktere sagt etwas über ihre Persönlichkeit aus und beeinflusst die weitere Entwicklung der Geschichte. Das macht die Geschichte spannend und lässt sie an Tiefe gewinnen, sodass der Leser oder die Leserin neugierig weiterliest.

Während platte Pornos eher von Männern gesehen werden, wird die erotische Literatur hauptsächlich von Frauen gelesen. Denn dort steht nicht nur das reine Sexleben im Vordergrund, sondern auch Liebe und Emotionen. Natürlich ist der Sex-Aspekt in den Büchern unterschiedlich stark ausgeprägt. Bei manchen Erotikromanen spielt eher die Liebesgeschichte eine große Rolle und die Erotik ist eine Nebenhandlung. In anderen steht ausschließlich der Sex im Mittelpunkt und es werden sehr lange Sexszenen beschrieben. Da ist bei einem sanften, liebevollen Kuss zwischen den Charakteren noch lange nicht Schluss. Da geht es erst richtig los. Und so wird eine zunächst harmlose Liebesgeschichte plötzlich zu einem erotischen Erlebnis voller Leidenschaft und prickelnden Gefühlen. Oft sind die Szenen so detailliert und leidenschaftlich beschrieben, dass man beim Lesen fast ein bisschen rot wird.
Was eine gute und leidenschaftliche Sexszene ausmacht, ist die Erregungskurve. Die langsame Steigerung bis zum eigentlichen Akt und die immer stärker werdenden Gefühle bis hin zur Gefühlsexplosion bewirken beim Leser Spannung und Lust auf mehr. Man hat das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein und alles hautnah mitzuerleben. Denn es werden alle Sinne angesprochen. Der Leser oder die Leserin weiß, was der Protagonist gerade riecht, hört und schmeckt, und vor allem wie und wo die Figur gerade etwas fühlt, wie intensiv diese Gefühle sind und was sie bei ihr auslösen. Da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Besonders, weil Erotikromane eher die weibliche Leserschaft ansprechen, sind die Beschreibungen von Gefühlen und Emotionen so wichtig. Dadurch wird die Spannung aufrechterhalten, man kann die Handlung nachempfinden und fühlt sich den Charakteren näher.