Öffentlich-rechtlicher Rundfunk streicht weitere Buchsendung

Der Vorsitzende des Börsenvereins des deutschen Buchhandels, Schmidt-Friderichs, kritisierte in einem Statement die öffentlich-rechtlichen Sender. Diese hätten in der Vergangenheit und auch jetzt immer mehr Programme rund um das Thema Buch gestrichen.

„In den Programmen von ARD und ZDF haben Bücher massiv an Sichtbarkeit eingebüßt“, so Schmidt-Friderichs. Gespräche über Buchthemen und generell Literatur, trügen seiner Meinung nach aber zu einer freien demokratischen Gesellschaft bei und umso mehr kann er die Entscheidungen der vergangenen Jahre nicht nachvollziehen. Als Beispiel für Sendungen, die in der Vergangenheit gestrichen worden sind, nannte er die Sendungen „Lesezeichen“ oder „Die Vorleser“.

Hauptsächlich bezog sich Schmidt-Friderichs aber auf die jüngste Entscheidung von ZDF und ARD die seit drei Jahrzenten laufende Sendung „Bücherjournal“ zum Jahresende schon einzustellen.

Auch die Autorenvereinigung PEN kritisierte die Entscheidung von ARD und ZDF. Gerade unter dem Aspekt, dass die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten keine Gewinnerzielungsabsichten verfolgen, kann dieser Schritt in Buchkreisen nicht nachvollzogen werden.