Wie geht es der Buchbranche?

Das Coronavirus breitet sich immer weiter aus und vor allem kleine Unternehmen oder Soloselbstständige bangen um ihre Existenz. Doch in wie weit ist die Buchbranche mit ihren stationären Geschäften, dem Verlagswesen, den Autoren und vor allem dem Online-Handel betroffen?

Wer kennt es nicht? Schön in eine Buchhandlung hineinschlendern und sich durch die Bücherregale stöbern, um dann ein oder zwei neue Bücher zu kaufen. Doch genau das ist derzeit nicht möglich, denn genauso wie viele andere Geschäfte auch, sind Buchhandlungen derzeit geschlossen und können nichts an den Mann bzw. die Frau bringen. Die Buchbranche rechnet mit starken Umsatzeinbußen und vor allem kleine Buchhandlungen werden unter den Einbrüchen zu kämpfen haben.

Auch viele Verlage kämpfen derzeit um ihre Existenz, denn wenn es keine Nachfrage vom Handel gibt, dann können auch sie kaum etwas verkaufen und bleiben im schlimmsten Fall auf viele Bücher sitzen. Und diese Kette geht natürlich weiter, am Ende sind es auch die Autoren, die keine Tantiemen mehr bekommen werden, auch Lesungen und andere Veranstaltungen, bei denen die Autoren sonst Geld dazuverdienen fallen aus.

Doch was kann die Branche tun, um aus diesen Problemen herauszukommen?

Viele Geschäfte bieten einen Lieferservice an, um doch noch das eine oder andere Buch zu verkaufen, doch langfristig kommt die gesamte Bücherbranche nicht an das Thema Online-Handel vorbei. Natürlich sind stationäre Geschäfte immer noch wichtig und für viele Kunden ein schönes Erlebnis, aber wenn die Händler nicht verstärkter in eigene Online-Präsenzen investieren und diese langfristig nicht ausbauen, dann wird das Feld anderen Spielern wie beispielsweise Amazon überlassen. Zudem sollte man auch verstärkt auf das Thema eBooks setzen, auch wenn hier nicht die hohen Magen wie mit gedruckten Büchern erzielt werden können. Insgesamt können die betroffenen Unternehmen die Krise auch als eine Art Chance sehen, um das eigene, derzeitige Geschäftsmodell zu überdenken und an derzeitige Gegebenheiten anzupassen. Nicht nur für heute, sondern auch für die Zukunft.